Hermann und das liebe Vieh

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Beschreibung

Der letzte Bauer in der Stadt: 74 ist Herrmann Völxen mittlerweile, aber ans Aufhören mag er gar nicht denken - er ist Landwirt aus Leidenschaft in Hannover Limmer.

Um ihn herum wächst die Stadt, doch Bauer Hermann Völxen hat nicht die Absicht, wegzugehen. Sein Hof bleibt da, wo er seit über fünf Jahrzehnten geackert hat. In Hannover Limmer, zwischen Mehrfamilienhaus und Kirche, kümmert sich Bauer Völxen gemeinsam mit seiner Schwester Hildegard um 30 Charolays, französische Fleischkühe. Jede wiegt so viel wie ein Kleinlaster, und Hermann fiele im Traum nicht ein, auch nur ein einziges Tier zu verkaufen. Porträts von seinen Lieblingskühen hängen im Schlafzimmer an der Wand. Von elf bis drei legt Hermann sich aufs Ohr und tankt Kraft für neue Taten. Hermann und Hildegard betreiben eine "Drei-Etagen-Wirtschaft": Unter der Wohnküche, im Erdgeschoß des Bauernhauses, ist der Stall, gleich daneben das Badezimmer, da wird auch schon mal ein Kälbchen wieder sauber geschrubbt. Morgens um sechs legt Hermann los. Gerade im Frühling, wenn die Kühe kalben, hat Bauer Völxen alle Hände voll zu tun. Auf der Weide soll der alte Stacheldrahtzaun durch einen Elekrozaun ersetzt werden, so viel Modernisierung muss dann doch sein. Leider ist der Weg zum Zaun beschwerlich. Mit seinem breiten Trecker kommt Hermann kaum durch das zugeparkte Wohngebiet. Zum Glück läuft Hildegard mit dem Hund vorweg und dirigiert. Die beiden müssen sich beeilen, um 18 Uhr steht der Klauenschneider vor der Tür.
Ein paar Jahre wollen Bauer Hermann und seine Schwester den Hof noch weiterführen, aber dann? Der Rücken und die Knie spielen schon seit ein paar Jahren nicht mehr so richtig mit. Aber so lang es irgendwie geht, wollen Hermann und Hildegard weiter schuften und es genießen - ihr Landleben in der Stadt.


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