Beregnung

  • Als Beregnung bezeichnet man das offene Versprühen von Wasser auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen zur Deckung des Wasserbedarfes von Nutz- oder auch Zierpflanzen.
    Wasser ist ein bei allen Lebensvorgängen der Pflanzen benötigter Wachstumsfaktor, durch Wassermangel wird entsprechend dem Minimumgesetz selbst bei ausreichender Versorgung mit allen anderen Wachstumsfaktoren das Wachstum und damit der Ertrag gemindert, bis hin zum Absterben der Pflanzen. Sie dient daher wie andere Bewässerungsformen unter anderem der Verbesserung der Turgeszenz und Abwendung der Welke. Die Beregnung ist nur eine der verschiedenen möglichen Maßnahmen zur künstlichen Bewässerung und nur in gemäßigten Klimagebieten verbreitet. Bei hohen Lufttemperaturen können hohe Verdunstungsverluste eintreten, die Beregnung sollte dann nach Möglichkeit in der Nacht und in den frühen Morgenstunden erfolgen.

    Beregnung wird aber auch zur Abwehr von Frostschäden genutzt, in diesem Falle unabhängig davon, ob Wasser als Wachstumsfaktor hinreichend vorhanden ist. Eine Frostschutzberegnung kann unter anderem bei empfindlichen Frühjahrskulturen wie Erdbeeren, Frühkartoffeln, Weinreben und Obstkulturen erfolgen.

    Neben ortsfest oder veränderlich verlegten Rohr- bzw. Schlauchanlagen mit Regnern kleinerer Reichweite kommen auch Beregnungsmaschinen mit großen Reichweiten zum Einsatz, welche weitgehend selbsttätig auch sehr große Flächen wie Felder bewässern können.

    Durch Frostschutzberegnung wird während Nachtfrösten im Frühjahr den zu schützenden Pflanzen, Sträuchern oder Bäumen künstlich Energie zugeführt. Der während frostkalter Nächte zugeführte künstliche Regen gefriert auf den Pflanzen. Bei der Änderung des Aggregatzustandes des Wassers in Eis wird Energie frei, die in einer dünnen Luftschicht zwischen Blatt und Eisschicht die Pflanzen vor dem Erfrieren schützt. Frostschutzberegnung findet sich bei empfindlichen Frühjahrskulturen wie zum Beispiel im Obstbau zur Blütezeit. Auch nach dem morgendlichen Temperaturanstieg muss weiter beregnet werden, bis das Eis geschmolzen ist. Ein aufkommender Wind könnte zu Verdunstungskälte führen, sodass die eisbedeckten Pflanzen selbst bei Wärmegraden erfrieren können.
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