Dinkel

  • Dinkel ist eine Getreideart und ein enger Verwandter des heutigen Weizens
    Merkmale:
    • Die Pflanze wird 0,6 bis 1,5 m hoch
    • Die vierkantige Ähren sind sehr druckempfindlich und zerfallen beim Dreschen leicht
    ​Anbau:

    Gegenüber dem Weizen ist Dinkel weniger anspruchsvoll und kann auch auf flachgründigen Böden angebaut werden. Die Saatzeit liegt je nach Region etwa eine Woche vor dem Winterweizen. Die Saatstärke beträgt 250 bis 400 bespelzte Körner pro Quadratmeter. Bedingt durch seine langen Halme, die leicht knicken, neigt er zum Lagern. Durch Stickstoffdüngung werden keine nennenswerten Ertragsteigerungen erzielt. Pro ha werden meist etwa 60 dt geerntet. Dinkel ist robust, winterhart, resistent gegen eine Vielzahl von Krankheiten und kann mehrere Jahre auf derselben Fläche angebaut werden (Selbstverträglichkeit). Seine hohe Spindelbrüchigkeit bedingt jedoch hohe Kornverluste schon auf dem Feld. Um die Körner nach dem Drusch weiterverarbeiten zu können, müssen diese erst von den festsitzenden Spelzen befreit werden. Diesen zusätzlichen Arbeitschritt nennt man Gerbgang. All dies waren vermutlich die Gründe, warum Dinkel in Deutschland um 1900 durch den Brot- oder Saatweizen verdrängt wurde.



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    • Dinkel.jpg

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