Raps

  • Ölfrucht
    Ölfrucht, die in Deutschland am häufigsten angebaut wird. Raps enthält in den Früchten etwa 40 % Öl. Das bei der Verarbeitung in den Ölmühlen anfallende Rapsschrot ist ein gutes Eiweißfutter (Schrot).
    Raps verbessert die Bodenstruktur und ist deshalb für die Fruchtfolge besonders wertvoll. In Deutschland wird überwiegend Winterraps angebaut.
    Rapsöl wird nicht nur für die Ernährung verwendet, sondern auch zunehmend als Treibstoff für Motoren (Biodiesel) oder technische Öle, z.B. für Kettensägen.

    Merkmale:

    Raps gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Raps bildet einen bis zu 2 m hohen, stark verzweigten Stängel. Vom Beginn der Blüte bis zur Reife der Schote vergehen etwa zwei Monate. Unter günstigen Bedingungen entwickeln sich über 20 der kleinen schwarzen Samen in einer Schote. Mit seinen leuchtend gelben Blütentrauben sorgt der Raps im April und Mai für unübersehbare Farbflecken in der Kulturlandschaft.

    Anbau:

    Milde Lehmböden eignen sich besonders gut für den Anbau. Als Grundregel gilt: Ein guter Weizenboden ist auch ein guter Rapsboden. Die günstigste Saatzeit für den Winterraps liegt um den 15. August. Geerntet wird er im Juli des nächsten Jahres. Raps wurzelt tief und lockert dabei den Boden auf. Nachfolgende Kulturpflanzen können dann leichter wachsen. Mit seinen tiefen Wurzeln erschließt der Raps auch Nährstoffe und hinterlässt sie den nachfolgenden Früchten. Nach Raps werden deshalb häufig Weizen, Gerste oder Roggen angebaut, denn Raps als Vorfrucht bewirkt einen höheren Kornertrag bei Getreide. Heute ist Raps die mit Abstand bedeutendste Ölpflanze in Deutschland. Er wird auf einer Fläche von 1,4 Million Hektar (2014) angebaut. Für die Ölgewinnung wird in Deutschland hauptsächlich Winterraps angebaut, da er höhere Erträge - bis 45 dt pro ha - als Sommerraps bringt.

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