Abdrift

  • Das unerwünschte Verwehen von Spritzflüssigkeit beim Ausbringen von Pflanzenschutz- oder flüssigen Düngemitteln über das Feld hinaus. Die Stärke der Abdrift ist abhängig von der Tröpfchengröße der Spritzlösung und von der Windstärke.
    Pestizide werden in der Landwirtschaft zum Beispiel zur Bekämpfung von Unkräutern, Pilzerkrankungen und Insekten eingesetzt. Jedoch landen die Pestizide nicht ausschließlich dort, wo sie hin sollen. Wenn Ackergifte in Gewässern, Gärten oder auf dem Nachbarfeld landen, nennt man das Abdrift. Pestizide kommen so ins Wasser oder in Böden. Abdrift stellt ein folgenschweres Problem für die Umwelt und die ökologische Landwirtschaft dar und ist ein Grund für Rückstände von Pestiziden in Lebensmitteln. Sie lässt sich nur schwer kontrollieren und verhindern.

    Abdrift wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst: Von der Fahrgeschwindigkeit, der Spritzhöhe, der technischen Beschaffenheit der Drüsen, der Temperatur, der Tropfengröße, der Wasseraufwandmenge und der Windgeschwindigkeit. Gerade die Windgeschwindigkeit ist ein Faktor, den man nur sehr schwer beeinflussen kann und der sich auch unvorhersehbar ändern kann. Folglich werden Pestizide oft durch den Wind in der Landschaft verteilt. Je stärker der Wind ist, desto weiter werden Pestizide weggetrieben. Pestizide, die leicht verdampfen, werden besonders leicht weggetrieben. Aus einer im Jahr 2014 vom Brandenburger Landesamt für Umwelt in Auftrag gegebenen Studie geht hervor, dass Pestizide nicht nur im unmittelbaren Umfeld der bewirtschafteten Felder zu finden sind. Oft sind noch mehrere Kilometer von der Anwendungsstelle entfernt Rückstände der Spritzmittel nachweisbar.
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